ALFUZOSIN STADA 5 mg Retardtabletten

Art.Nr.:
02783035
Packungsinhalt:
30 St Retard-Tabletten
Abgabehinweis:
Rezeptpflichtig
Produkt von:
STADAPHARM GmbH
Reimport:
nein
Verfügbarkeit:
0
Ihr Preis: 14,99 EUR
inkl. 16 % MwSt.
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Alfuzosin gehört zu den so genannten Alpha-Rezeptorenblockern und wird zur Behandlung der Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung eingesetzt. Alfuzosin entspannt die glatte Muskulatur von Prostata und Harnwegen und verbessert so den Harnfluss.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Ältere Patienten ab 65 Jahren: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel ist für Frauen in der Regel nicht geeignet. Sollte sich die Frage nach einer Anwendung aus irgendwelchen Gründen trotzdem stellen, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
- Stillzeit: Fragen Sie in Ausnahmefällen auch dazu Ihren Arzt, da das Arzneimittel für Frauen in der Regel nicht geeignet ist.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Allgemeine Schwäche
- Unwohlsein
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Mundtrockenheit
- Ohnmachtsanfall
- Schwindelgefühl
- Benommenheit
- Drehschwindel
- Kopfschmerzen
- Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
- Müdigkeit
- Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
- Herzklopfen
- Sehstörung
- Wassereinlagerung (Ödem)
- Brustkorbschmerzen
- Schläfrigkeit
- Schnupfen
- Hautausschlag
- Juckreiz (Pruritus)
- Ungewollter Harnabgang
- Hitzewallung
- Erbrechen
- Flüchtige, spontane Hautrötung (rote Wangen) mit Hitzegefühl (Flush)

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Anwendwendungsgebiete
- Gutartig vergrößerte Prostata (benigne Prostatahyperplasie)


Was ist das? - Definition
Gutartige Prostatavergrößerung.



Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
 - Prostatahypertrophie
 - Prostataadenom

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Prostata ist in etwa kastaniengroß und umschließt die Mündung des Samenleiters in die Harnröhre, diese zieht durch die Prostata hindurch. Beim Samenerguss produziert die Prostata ein Sekret, welches die Spermien beweglich macht.
Die Prostatavergrößerung ist eine typische Erkrankung des älteren Mannes. Etwa 50% aller Männer über 60 sind betroffen, bei 80-jährigen sogar 90%. Wieso es im Alter zum Wachstum der Prostata kommt ist nicht genau bekannt. Man vermutet ein Ungleichgewicht zwischen den männlichen und weiblichen Hormonen. Die Folge ist ein Wachstum besonders der harnröhrennahen Drüsenanteile.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Die Vergrößerung der Prostata führt zu einer Einengung der Harnröhre. In Folge dessen kommt es zu Harnentleerungsstörungen:
 - Der Harnstrahl setzt verzögert ein, verliert an Kraft und die Zeit, die zum Wasserlassen benötigt wird, nimmt zu. Nach dem Wasserlassen kommt es zum Nachträufeln und dem Gefühl, die Blase sei nicht vollständig entleert.
 - Der Betroffene berichtet über häufiges Wasserlassen kleiner Portionen.
 - Nicht selten wird über nächtliches Wasserlassen geklagt.
 - In ausgeprägten Fällen entwickelt sich eine Überlaufblase. Es kommt zum unwillkürlichen Harnabgang, der sich nicht kontrollieren lässt.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Da eine Prostatavergrößerung häufig schon in den Anfangsstadien medikamentös oder operativ behandelt wird, sind Komplikationen eher selten:
 - Wenn sich die Blase nicht vollständig entleert ist der in der Blase verbleibender Harn ein idealer Nährboden für Bakterien, deshalb kann es zu wiederkehrenden Harnwegsinfekten kommen.
 - Der Blasenmuskel versucht durch einen erhöhten Druck, den Urin durch die eingeengte Harnröhre zu pressen. Ähnlich wie beim Bodybuilding verdickt sich dadurch der Muskel, man spricht von einer Balkenblase. In der Blasenwand können sich Blasendivertikel, Ausstülpungen der Blasenmuskulatur, bilden.
 - Staut sich der Urin bis in die Niere zurück, kann sich eine Nierenschwäche entwickeln.
 - Nicht selten wird eine Prostatahyperplasie erst durch einen akuten Harnverhalt entdeckt. Es kommt zu heftigen Bauchschmerzen und der Betroffene ist unfähig Wasser zu lassen.


Was kann noch dahinter stecken? - Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen
Auch beim Prostatakrebs vergrößert sich die Prostata. Allerdings wachsen eher die harnröhrenfernen Anteile, so dass es hier erst spät zu Symptomen einer Harnentleerungsstörung kommt.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps
 - Leichte Beschwerden lassen sich mit pflanzlichen Präparaten wie Kürbiskernen, Sägepalmfrüchten oder Brennnesselextrakten bessern.
 - Ungewohnt große Trinkmengen sollten vermieden werden. Denn bei überfüllter Blase ist die Muskulatur überdehnt und bringt die Kraft nicht mehr auf, den Harn zu entleeren. Folge ist ein äußerst schmerzhafter Harnverhalt.
 - Nehmen die Beschwerden zu, sollte zur Verhinderung von Komplikationen frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden.


Bearbeitungsstand: 25.07.2012

Quellenangaben:
Thieme, Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, (2006) - Andreae, von Hayek, Weniger, Krankheitslehre für Altenpflege, Thieme, (2006) - P.Haag et al, Gynäkologie und Urologie , MVI,, (2010)

Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dosierung und Anwendungshinweise

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden. Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Behandlungsbeginn: Die erste Tablette sollte abends vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Allgemeine Dosierungsempfehlung: Ältere Patienten (über 65 Jahre): Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
WerEinzeldosisGesamtdosisWann
Erwachsene (unter 65 Jahren)1 Tablette2-mal täglichmorgens und abends
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.

Überdosierung?
Es kann zu einem Blutdruckabfall kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette.

Wirkstoffstoff 5 mg Alfuzosin hydrochlorid
entspricht 4,57 mg Alfuzosin
Hilfstoff + Hypromellose
Hilfstoff 55 mg Lactose-1-Wasser
Hilfstoff + Magnesium stearat (pflanzlich)
Hilfstoff + Povidon K25
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Sofern Probleme bei der Medikation auftreten, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Arzt auf.

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Bitte beachten Sie, dass hierdurch weder Diagnosen gestellt noch Therapien eingeleitet werden können

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